Rückblick 2011

14.03.2012

Rückblick auf das Jahr 2011

Unsere alljährliche Jahreshauptversammlung fand am 11.02.2012 im Beisein unseres Bürgermeisters Bernd Reinhold und unseres Gemeindewehrleiters Rainer Päßler im neuen Feuerwehrdepot statt.
Wehrleiter Uwe Markert ließ dabei das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Es war das Einsatz ärmste, aber dafür das erfolgreichste Jahr in der 135jährigen Geschichte der FFW Crottendorf. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Crottendorf war und ist gewährleistet. Es leisteten 41 Kameraden in unserer Wehr Dienst, davon 18 als Atemschutzgeräteträger, die wie jedes Jahr, die Atemschutzstrecke diesmal in Wilkau-Haßlau absolvierten. Weiterhin befanden sich 11 Kameraden unter Leitung von Kamerad Roland Hübner in der Alters- und Ehrenabteilung. Die vor einigen Jahren wieder neu ins Leben gerufene Frauengruppe wuchs auf 7 Kameradinnen. Mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr beträgt die Gesamtzahl 73 Kameradinnen und Kameraden.
Mit einer Beteiligung von durchschnittlich 28 Kameraden wurden insgesamt 22 Dienste zu je 2 Stunden in theoretischer und praktischer Ausbildung durchgeführt. Des weiteren absolvierte ein Kamerad erfolgreich den Zugführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Nardt.

Im Jahr 2011 wurden wir zu 6 Einsätzen gerufen. Diese gliederten sich in 1 Blitzeinschlag in ein Wohnhaus, 2 Ölspuren, 1 Brandmeldereingang HOPPE AG und 1 Brandmeldereingang Mittelschule. Insgesamt wurden dabei 148 Stunden geleistet, wobei die Zeit für Nachbereitung und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nicht mit eingerechnet ist.

Ebenfalls im letzten Jahr wurde der Gemeindewehrleiter und sein Stellvertreter neu gewählt. Rainer Päßler und Uwe Markert wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Der Tag der offenen Tür wurde aufgrund des großen Festes nur im kleinen Rahmen mit dem Maibaum stellen durchgeführt. Außerdem trafen wir uns zu Grillabenden, Faschings-, Weihnachts- und Sylvesterfeier, um die Kameradschaft zu fördern.

Gemeinsam mit der FFW Walthersdorf wurden die Nachtübung und der Feuerwehrball durchgeführt. Wir folgten der Einladung am Himmelfahrtswochenende zum 135jährigen Jubiläum der FFW Walthersdorf zur Festveranstaltung, zum Wettbewerb „Spaß muss sein“ und zum Fahrzeugkorso. Dies ist für uns Ehrensache, da die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Walthersdorf bei Einsätzen, Übungen oder Diensten sehr gut funktioniert und nicht nur im Erzgebirgskreis seines gleichen sucht. Erste Gespräche wurden im Hinblick auf die angestrebte kommunale Zusammenarbeit mit Schlettau/Dörfel zwischen den Wehrleitungen und den Bürgermeistern durchgeführt, um eine gemeinsame Basis für die künftige Zusammenarbeit zu schaffen.

Vom 01.-03. Juli 2011 feierten wir unser 135jähriges Jubiläum und gleichzeitig die Weihe des neuen Feuerwehrdepots. Die Planungen für das Fest starteten bereits im Oktober 2010. Die Baumaßnahmen währten schon 2 Jahre. Ab Februar 2011 erfolgte der Innenausbau, laut Terminplan schon zu spät. Ab 21.Mai begann der Umzug vom alten ins neue Depot, immer bei Gewährleistung der Einsatzbereitschaft. Übrigends waren zu der Zeit gerade die Außenanlagen im Bau. Von da an setzten wir die Handwerker förmlich unter Druck, was nicht immer positiv bewertet wurde. Jedes Wochenende verbrachten wir im neuen Depot. Am Vormittag des 1.Juli fanden noch letzte Bauabnahmen statt. Am Abend waren ca. 270 Gäste unserer Einladung zur Festveranstaltung in der neuen Fahrzeughalle gefolgt. Umrahmt von Brassisimo und zahlreichen Festreden erfolgte die Weihe durch Superindentent Dr.Richter. Der Tag endete bei Disco-Klängen.
Am Samstag besuchte uns Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Er besichtigte interessiert das neue Gerätehaus und stellte sich den Fragen der Bürger, bevor er herzlich verabschiedet wurde. Es fand an diesem Tag außerdem der Raacherkarzelpokal der Jugendfeuerwehr statt, bei dem unsere Jugendfeuerwehrmannschaft den ersten Platz belegte. Eine Schauübung an der Scheune unterhalb des Depots führten wir am Nachmittag durch. Der Abend endete mit der Band „Mister Longdrink und seinen Barhockern“ und einem Feuerwerk. Bis Samstag hatten wir noch Glück mit dem Wetter, was sich am Sonntag änderte. Temperaturen um 7 Grad Celsius und Regen, Regen, Regen. Was sollten wir machen: Absagen, nur Fahrzeugkorso machen, wohin dann mit den Kapellen? Aber hier erfuhren wir große Hilfe. Ein zusätzliches Zelt mit Heizung wurde errichtet, bereits beladene Lkw`s wurden kurzerhand abgeladen und boten den Kapellen wenigstens teilweise Schutz während des Umzuges vor dem Regen. Und alle anwesenden Feuerwehren entschieden sich, mit Fahnenkommando und Marschblock mit uns gemeinsam zu laufen. Die Straßen waren von Zuschauern gesäumt. Insgesamt 6 Pferdefahrwerke, 8 Festwagen, 2 Kapellen, ungefähr 65 Einsatzfahrzeuge und ca. 250 Mann Fußvolk nahmen am Umzug teil. Nach dem Platzkonzert der Schalmeien Kapelle aus Steinbach endete das Festwochenende gegen 18.00 Uhr.

Wir übernahmen auch weitere Aufgaben und unterstützten andere Vereine und Institutionen auf vielfältige Weise bei ihren Veranstaltungen. Zu nennen wäre die Absicherung bei der Hundsmarder Rallye zum Oberbecken, 2 Fackel- und Lampionumzüge und das Seifenkistenrennen der ev.-luth. Kirchgemeinde. Ein Highlight war auch die Absicherung des Bezirkspokalspiels B/W Crottendorf gegen Chemie Leipzig. Da das Spiel von den Behörden als Hochsicherheitsspiel eingestuft wurde, nutzte die Polizei unser neues Depot als Einsatzleitstelle. Wir stellten eine Sicherheitswache von 17 Kameraden über 8 Stunden.

Zu unserer Jugendfeuerwehr gehörten im letzten Jahr 12 Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren, wobei 4 Neuzugänge und ein Wechsel in die aktive Wehr zu verzeichnen war. Die 33 Dienste teilten sich in ¾ Feuerwehr technische Ausbildung z.B. Löschangriffe, technische Hilfeleistungen, Höhen- und Tiefenrettung, Erste Hilfe und ¼ Spiel und Spaß z.B. Schwimmen, Zeltlager und einen Bastelnachmittag in der Vorweihnachtszeit. Außerdem wurde der Tag der Berufsfeuerwehr durchgeführt. Die Kinder verbringen einen ganzen Tag im Depot. Nach Frühsport, Frühstück und zwischen theoretischer Ausbildung mussten immer wieder kleinere Einsätze wie z.B. Containerbrand, Ölspur, Tierrettung und technische Hilfeleistung abgearbeitet werden. Erwähnenswert ist auch die gute Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Walthersdorf. Weitere Höhepunkte im letzten Jahr waren der Besuch des Meeresaquariums in Oberwiesenthal und die Weihnachtsfeier.

Die Festvorbereitungen und der gleichzeitige Umzug war ein Kraftakt für alle Kameradinnen und Kameraden. Dafür möchte sich die Wehrleitung bei allen herzlich bedanken. Außerdem danken, wollen wir Herrn Branny, Frau Peschke, Frau Fiedler und Frau Richter für die Unterstützung während der Bauphase. Dank auch an unserem Bürgermeister nebst Gattin, dem Gemeinderat und natürlich allen Sponsoren und Einwohnern, die uns beim Bau, bei der Einrichtung oder beim Festwochenende auf vielfältige Art und Weise unterstützten.   

Unter dem Motto „Gott zur Ehr, den nächsten zur Wehr – Alle für Einen, Einer für Alle“ beendete Wehrleiter Uwe Markert seine Ausführungen und wünschte allen Kameraden für 2012 stets eine gesunde Rückkehr zum Gerätehaus, egal ob von Einsatz oder Übung.