Bericht von der Jahreshauptversammlung 2020

Am 14.03.2020 fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung im Beisein unseres Bürgermeisters Sebastian Martin im Feuerwehrdepot statt. Da zu diesem Zeitpunkt bereits die Sicherheitsempfehlungen des Freistaates Sachsen bei Menschenzusammenkünften durch den Corona Virus verschärft wurden, traf sich einen Tag zuvor der Feuerwehrausschuss zur Beratung. Nach einer Risikobetrachtung wurde einstimmig für die Durchführung der Veranstaltung unter besonderen Hygienevorkehrungen votiert.

So legten Wehrleiter Uwe Markert und Jugendwart Frank Wendrock ihre Rechenschaftsberichte ab. Im Jahr 2019 zählte die Freiwillige Feuerwehr Crottendorf 40 aktive Kameraden, wovon 29 Kameraden über die Eignung als Atemschutzgeräteträger verfügen. Außerdem haben wir 15 Maschinisten, 5 Gruppenführer und 2 Zugführer. In der Frauengruppe befinden sich 11 Kameradinnen und 9 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung.
Leider hatten wir auch 2 Todesfälle zu beklagen. Am 02.Juni verstarb unser ehemaliger Wehrleiter Kamerad Lothar Nobis und am 10.08. unser ehemaliger Kamerad Hartmut Domröse.

Das Jahr 2019 war das einsatzreichste Jahr in unserer 144jährigen Geschichte. Wurden wir wenige Stunden nach einem Einsatz erneut alarmiert, waren wieder alle im Gerätehaus. Und das zeichnet eine starke Wehr aus.
So wurden wir zu 54 Einsätzen gerufen. Diese gliederten sich in 10x Brand, 22x Technische Hilfe, 21x Eingang Brandmeldeanlage, 2x Verkehrsunfall, 1x Suizitversuch, 3x Wachbesetzung wegen Ausfall Funkalarmierung und 1 Fehlalarm. Zu 70% waren die Einsätze überörtlich. Insgesamt kamen bei den Einsätzen und Aufrüsten ca. 2350 Stunden zusammen. Bei den Drehleitereinsätzen fanden sich immer zwischen 12 bis 15 Kameraden im Depot ein und bei den größeren Vollalarmen waren es bis zu 32 Kameraden. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr war und ist gesichert.

Im letzten Jahr wurden auf der Landesfeuerwehrschule Nardt ein Kamerad zum Drehleitermaschinist, ein Kamerad zum Gruppenführer und einer zum Zugführer ausgebildet. Auf Kreisebene wurden 2 Kameraden zum Maschinisten, 4 zum Truppführer, 2 zum Atemschutzgeräteträger und einer zum Atemschutzbeauftragten ausgebildet.
Finanziert durch Spenden fand vom 14.-17.03. bei uns ein Drehleitermaschinistenlehrgang einer Privatfirma statt. So konnten 7 Kameraden an der heimischen Technik ausgebildet werden.
3 Kameraden konnten gefördert vom Freistaat und der Gemeinde den LKW Führerschein erwerben. So sind alle Maschinisten in der Lage, unsere Drehleiter zu bedienen und alle Atemschutzgeräteträger haben eine Einweisung für den Drehleiterkorb.
In Sachen örtlicher Ausbildung hielten wir 49 Dienste á 2,5 Stunden mit einer Beteiligung von durchschnittlich 25 Kameraden ab. Außerdem wurde an einem Samstag ein Ausbildungstag durchgeführt, wo eine Sonderlage simuliert wurde. Eine im Depot eingerichtete Ortsleitstelle koordinierte zahlreiche Einsätze für die Kameraden im Ortsgebiet.

Erwähnenswert ist unsere Nachtübung, bei der ein Unfall zwischen einem ausgemusterten Linienbus mit einem Pkw als Senario diente. Über 100 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen bestehend aus den Nachbarwehren, der Johanniter Unfallhilfe, dem DRK, der Bergwacht, den Maltesern und dem Kriseninterventionsteam waren beteiligt.

Im Jahr 2019 übernahmen wir wieder einige Wochen die Bereitschaft für die Drehleiter Buchholz, da diese durch Unfall und reparaturbedingt ausfiel.

Die Spendenbereitschaft war im letzten Jahr wieder sehr hoch. Es entschied der Feuerwehrausschuss diese zielgerichtet in Schutzausrüstung und Lehrgänge zu investieren.
So wurden für alle neue Helme beschafft und, wie schon erwähnt, der Drehleitermaschinistenlehrgang finanziert. Die Planungen für neue Schutzbegleitung und ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug laufen.

Auch im kulturellen Bereich gab es wieder viele Aktivitäten. Wir sicherten die Lampionumzüge vom Skiverein und vom Schützenverein ab und es besuchten uns im Depot wieder 2 Kindergartengruppen. So wurde das Knutfeuer im Januar gemeinsam mit dem Jagdverein An der Braunelle erfolgreich durchgeführt und der Maibaum zum Tag der offenen Tür am 1.Mai aufgestellt. Dabei sorgten die Schallis aus Großolbersdorf für grandiose Stimmung und in den Pausen waren Schauübungen mit der Drehleiter, mit der Jugendfeuerwehr und der Wettbewerb Zieh den Leo Highlights.
Auch auswärts waren wir unterwegs. Bei 2 Umzügen bzw. Technikschauen war unsere Drehleiter zu Gast. Und beim Badewannenrennen in Scheibenberg nahmen 3 Mannschaften unserer Wehr teil.
Beim 2. Fahr- und Wandertag besuchten wir diesmal die Brauerei Fiedler in Oberscheibe. Nach einer Führung und Verkostung ging es weiter zu einem Kaffeestop ins Räuchkerzenland. Nach dem Abendessen im Depot klang der Abend im Lifthäusl aus.
Im September 2019 besuchte uns unsere Partnerfeuerwehr aus Bindlach. Bei einem Familienausflug führte sie der Weg nach Crottendorf um unsere Drehleiter zu inspizieren. Sind sie doch jetzt auch eine Leiterwehr.
Am Ende des Jahres war die Weihnachtsfeier mit einer Neuauflage des Märchens „Der Wolf und die 7 Geißlein“ durch unsere Theatergruppe ein krönender Abschluss.

Im Jahr 2019 betreuten Jugendwart Frank Wendrock und sein Stellvertreter Roger Schöning in unserer Jugendfeuerwehr 17 Jugendliche im Alter zwischen 6 bis 15 Jahren. Bei 83% Dienstbeteiligung wurden 32 Dienste durchgeführt. Diese teilten sich in theoretische und in praktische Ausbildung. Das umfasste Löschangriffe, Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen, Eisrettung, Verhalten bei Stromunfällen, Erste Hilfe und Funkausbildung. Auch Spiel & Spaß kam nicht zu kurz. Ob das Zeltlager, die Winterwanderung, das Basteln in der Vorweihnachtszeit oder die Weihnachtsfeier, die Kinder und Jugendlichen sind mit Begeisterung dabei. Der Tag der Berufsfeuerwehr ist immer ein Highlight. Nach Frühsport, Frühstück und zwischen theoretischer und praktischer Ausbildung mussten zwischendurch immer wieder kleinere Einsätze abgearbeitet werden, wie z.B. Ölspur, entfohener Papagei oder Löschen eines Feuers.
Beim Tag der offenen Tür am 1.Mai zeigten die Kinder bei einer Schauvorführung – Brand in eines Pkw – dem Publikum ihr Können. Den Abschluss bildete die Weihnachtsfeier mit Winterwanderung und Besuch vom Rupperich.

An dieser Stelle möchten wir Danke sagen unserem Bürgermeister Sebastian Martin, dem Gemeindewehrleiter Norman Koch, dem Gemeinderat, der Gemeindeverwaltung insbesondere Frau Fiedler, sowie allen Bürgern, die uns auf irgendeine Weise unterstützt haben. Herzlichen Dank auch an alle Sponsoren für Ihre große Spendenbereitschaft, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre. Alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Wir hoffen auch zukünftig auf ihre Unterstützung.
Am Schluss seiner Ausführungen dankte unserer Wehrleiter Uwe Markert den Angehörigen der Feuerwehr für die geleistete Arbeit und wünschte unter dem Motto „Einer für Alle, Alle für Einen – Gott zur Ehr, den nächsten zur Wehr“ allen Kameraden für 2020 stets eine gesunde Rückkehr ins Gerätehaus, egal ob von Einsatz oder Übung.