Crottendorfer Wehr organisiert Großübung!

Am 27.09.2019 stand die sogenannte Nachtübung der Gemeindefeuerwehr Crottendorf, welche jährlich stattfindet, auf den Plan. Veranstalter und Organisator war diesmal die Crottendorfer Wehr um Wehrleiter Uwe Markert.
Als Szenario sollte diesmal ein Busunfall mit mehreren verletzten Personen simuliert werden.
Ein Szenario was angesichts des immer mehr werdenden Reise – und Durchgangsverkehr in und um Crottendorf tag täglich passieren kann.
Dafür stellte uns die RVE Erzgebirge einen ausgesonderten Linienbus zur Verfügung. Der Bus wurde durch die Feuerwehr Crottendorf erworben und steht nun weiterhin für umfangreiche Ausbildungsmaßnahmen zur Verfügung.
Aber zurück zur Übung. Mit der Alarmmeldung „Verkehrsunfall zwischen PKW und Bus – mehrere verletzte Personen – unklare Lage“ begann gegen 19:20 Uhr die Großübung. In der ersten Alarmkette wurde die Feuerwehr Crottendorf gemeinsam mit einem Rettungswagen an die Einsatzstelle alarmiert.
Als der Einsatzleiter der Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf, bestätigte sich die Einsatzmeldung. Ein Pkw kollidierte frontal mit einem Linienbus. Beim Aufprall wurden insgesamt 13 Personen verletzt. Zwei davon sind im Pkw eingeklemmt. Dieselkraftstoff läuft derweil in die Zschopau. Umgehend lies Einsatzleiter Chris Nachtigall die Feuerwehren
Scheibenberg, Schlettau, Walthersdorf und den stellvertretenden Kreisbrandmeister an die Einsatzstelle nachalarmieren.
Parallel dazu wurde durch die Besatzung des Rettungswagens ein Großaufgebot an Rettungsdienst an die Einsatzstelle beordert. Dabei kam auch die Bergwacht und das Krisenintervensionsteam zum Einsatz.
An der Einsatzstelle hingegen wurden erste Zugänge für die Erstversorgung durch den Rettungsdienst zu den verletzten Personen im Bus und im Pkw geschaffen.
Dies erfolgte mittels Rettungsplattformen, Säbelsägen, sogenannten Glascuttern und hydraulischen Rettungsgeräten.
Als die nachalarmierten Kräfte eintrafen werden vier Einsatzabschnitte gebildet, welche nachfolgende Aufgaben hatten:

– Abschnitt 1 = Rettung der eingeklemmten und verletzten Personen im Bus
– Abschnitt 2 = Rettung der eingeklemmten Personen aus dem PKW
– Abschnitt 3 = Sicherstellen des Brandschutzes und setzen einer Ölsperre
– Abschnitt 4 = Betreuung und Versorgung der verletzten Personen durch Rettungsdienst

Nach gut einer Stunde konnten alle Verletzten an den Rettungsdienst übergeben werden und ca. 3h Stunden konnte die Übung, bei der insgesamt ca. 100 Einsatzkräfte mit über 25 Einsatzfahrzeugen beteiligt waren, als beendet erklärt werden.
Wehrleiter und Übungsleiter Uwe Markert blickte positiv auf die Einsatzübung zurück, welche ohne grobe Fehler reibungslos ablief.
Nachfolgend sei allen beteiligten Hilfsorganisationen für die gezeigte Einsatzbereitschaft recht herzlich gedankt.
Weiterhin möchten wir uns herzlich bei der RVE Erzgebirge, beim Autohaus Rößler, beim Autohaus Krafthand, bei der Firma Sächsische Federkernfabrik, beim Team von Blaulichtfotografie Erzgebirge, bei den Bürgermeistern Sebastian Martin und Michael Staib, bei unserem Gemeinderat und allen Zuschauern sowie bei Kam. Schaarschmidt, welcher als Beobachter des KFV Erzgebirge der Übung beiwohnte, für die Unterstützung bedanken.