das Sorgenkind der Feuerwehr 2005

14.10.2005
Das Sorgenkind der Feuerwehr…
In diesem Bericht möchte die Feuerwehr Crottendorf über die zugespitzte Lage um den Zustand unseres Tanklöschfahrzeuges W50 berichten.

Die Heckpumpe zur Förderung von Löschwasser ist undicht, sie kann nicht die volle Menge Wasser fördern und hält nach derzeitigem Stand nicht mehr lange durch. Nach jedem Einsatz werden durch unsere Maschinisten Reparaturen an ihr durchgeführt. Eine Generalüberholung würde einen fast 5-stelligen Betrag kosten.
Nach Aussage der Kfz-Werkstatt, in welcher dieses Jahr der TÜV durchgeführt wurde, wird das Fahrzeug nicht mehr der nächsten Überprüfung standhalten (TÜV 2007). Tragende Teile des Fahrerhauses sind dann zu diesem Zeitpunkt komplett durch gerostet. Der Zustand des Motors hat sich enorm verschlechtert, ein Austausch ist in Zukunft nötig.

Die Instandsetzung des Wassertankes im Jahre 2002 war eine Notreparatur, es wurde keine Garantie auf Haltbarkeit von der ausführenden Firma Metz übernommen. Löschwassertanks für diese Fahrzeuge existieren nicht mehr, es müsste eine Sonderanfertigung beauftragt werden. Die integrierte Schaumlöschanlage ist ebenfalls nicht mehr reparierbar und kann für den schnellen Einsatz beispielsweise bei Fahrzeug- oder Kunststoffbränden nicht eingesetzt werden.
Reparaturen und Ersatzeinbauten würden das Fahrzeug für mindestens 3 Monate ausser Dienst stellen. Bei der Struktur unseres Ortes eine der schlechtesten Varianten.

Die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges ist schon seit Jahren geplant. Zahllose Angebote wurden bereits eingeholt. Entscheidungen im Gemeinderat und vor allem andere Prioritäten in der Haushaltsplanung, auch unter dem Verständnis der Kameraden haben dies nicht zustande kommen lassen.
Die Neubeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges ist von enormer Bedeutung für die Sicherheit unserer Bürger und Unternehmen im Ort. Das schnelle Ablöschen eines Brandes durch mitgeführtes Wasser hat schon bei vielen Einsätzen größeren Schaden abwenden können.

Bei den Industrieunternehmen HOPPE AG, Hugo Stiehl GmbH, Crottendorfer Tischler GmbH, Crottendorfer Elektrotechnik und AIV Kabelwerk GmbH kann durch die integrierte Schaumlöschanlage im Ernstfall schneller und effektiver mit der Brandbekämpfung begonnen werden.
Bis zum 30.September dieses Jahres rückte die Feuerwehr Crottendorf bereits zu 34 Einsätzen aus – darunter auch schwere Einsätze. Die Einsatzbereitschaft von „Mensch und Technik“ muss gewährleistet sein. Bis jetzt konnte bei allen Alarmierungen mit genügend Kameraden ausgerückt werden. Die Technik hat bis auf kleinere Vorkommnisse uns nicht im Stich gelassen. Aber unser Tanklöschfahrzeug macht uns große Sorgen.

Wir bitten um Unterstützung bei Bevölkerung und Unternehmen. Trotz einer Förderung von 50% beim Kauf eines neuen Fahrzeuges ist der Eigenanteil immer noch beträchtlich. Bei der allgemein angespannten Haushaltssituation ist es auch für Crottendorf nicht einfach, sich für den Kauf zu entscheiden und den nötigen Eigenanteil aufzubringen. Hier hoffen wir auf Unterstützung.

Wehrleitung Feuerwehr Crottendorf