Dachstuhl in Vollbrand !

Datum: 25. Oktober 2019 
Alarmzeit: 15:00 Uhr 
Alarmierungsart: DME/Handy 
Dauer: 10 Stunden 30 Minuten 
Art: Brand 3 
Einsatzort: Crottendorf, Neudorferstr. 
Einsatzleiter: Markert, U. 
Mannschaftsstärke: 33 
Fahrzeuge: DLA (K), ELW, GW-L, LF 8/6, SW, TLF 20/40 
Weitere Kräfte: FF Buchholz, FF Neudorf, FF Scheibenberg, FF Walthersdorf 


Einsatzbericht:

Am gestrigen Freitag wurden wir gemeinsam mit den Wehren aus Walthersdorf, Scheibenberg, Neudorf, dem diensthabenden Kreisbrandmeister und der Drehleiter Buchholz mit dem Stichwort Brand 4 zu einem Gebäudebrand alarmiert.

Schon nach vier Minuten begab sich der Löschzug Crottendorf auf dem Weg zur Einsatzstelle.

Die starke Rauchentwicklung, welche bereits im Gerätehaus sichtbar war, und die bekannte Alarmadresse ließen uns nichts Gutes hoffen.

Als wir an der Einsatzstelle eintrafen bestätigte sich das Stichwort. In einem Autohaus, welches von einem Kameraden unserer Feuerwehr und seiner Familie geführt wird, drang dichter und schwarzer Rauch aus dem Dachstuhl.
Noch während der ersten Lageerkundung zündete der gesamte Dachstuhl durch und stand in Vollbrand.

Umgehend wurde unsere Drehleiter in Stellung gebracht und zwei Trupps begaben sich unter Atemschutz zum Innenangriff.
Parallel dazu errichtete unser Schlauchwagen und die FF Walthersdorf zwei unabhängige Wasserentnahmestellen.

Der erste Innenangriff mit zwei C-Rohren musste durch die massive Brand- und Hitzeausbreitung zwischenzeitlich unterbrochen werden.

Nachdem die Kameraden aus Buchholz eintrafen wurde eine zweite Drehleiter auf der Gebäuderückseite in Stellung gebracht.
Die Kameraden aus Neudorf, Scheibenberg und Walthersdorf unterstützten uns bei der Brandbekämpfung mit mehreren Atemschutztrupps und beim Aufbau mehrerer unabhängigen Wasserversorgungen über Hydranten und Zschopau.

Um den Brand effektiv bekämpfen zu können, wurde im weiteren Verlauf Netzmittel zur Brandbekämpfung eingesetzt und die Dachhaut durch die zwei Drehleitern weiträumig geöffnet.
Dies brachte auch zügig den gewünschten Einsatzerfolg, so konnte nach 1,5h “Feuer unter Kontrolle” gemeldet werden.

Im weiteren Verlauf wurden über 15 Trupps unter Atemschutz zur Restablöschung und Brandgutberäumung eingesetzt.

Am Einsatzleitwagen Crottendorf wurde eine Einsatzleitung gebildet, welche den Einsatz dokumentierte und alle Einsatzkräfte koordinierte.

Nachdem das Feuer weitgehend liquidiert war, wurden Einsatzkräfte herausgelöst.
Die Gemeindefeuerwehr Crottendorf führte bis kurz vor Mitternacht Restlöscharbeiten durch und konnte sich kurz nach 0:00 Uhr wieder Einsatzbereit melden.

Beim Einsatz wurden insgesamt 3 Kameraden verletzt. Zwei davon wurden ambulant an der Einsatzstelle behandelt. Ein Kamerad wurde aufgrund von Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert, konnte aber am Abend noch entlassen werden.

Insgesamt waren 104 Einsatzkräfte aus den umliegenden Orten, Rettungsdienst, Polizei und dem Krisenintervensionsteam am Einsatz beteiligt.
Allein von unserer Wehr kamen insgesamt 33 Kameraden zum Einsatz, davon standen 24 Kameraden mit allen sechs Einsatzfahrzeugen in der Einsatzerstphase zur Verfügung.

Bedanken möchten wir uns bei allen beteiligten Einsatzkräften. Die Zusammenarbeit aller Feuerwehren funktionierte tadellos.
Ein weiterer Dank gilt unserem Bürgermeister, welcher umgehend die Versorgung und Verpflegung der Einsatzkräfte sicher stellte.