Jahreshauptversammlung 2018

Unsere alljährliche Jahreshauptversammlung fand am 17.02.2018 im Beisein von unserem Bürgermeister Sebastian Martin und unseres neu gewählten Gemeindewehrleiters Norman Koch im Feuerwehrdepot statt. Dabei legten Jugendwart Frank Wendrock und Wehrleiter Uwe Markert über das vergangene Jahr Rechenschaft ab. Es gibt wohl kaum ein Jahr in der 141-jährigen Geschichte der Feuerwehr, in dem so viel passiert, bzw. geschaffen worden ist. Im Jahr 2017 zählte die Freiwillige Feuerwehr Crottendorf 45 Kameraden im aktiven Dienst, wovon 23 Kameraden über die Eignung als Atemschutzgeräteträger verfügen. In der Frauengruppe befinden sich 14 Kameradinnen und 9 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung.

Im Jahr 2017 wurden wir zu 25 Einsätzen gerufen. Diese gliederten sich unter anderem in 4x Brand, 3x Ölspur, 2x Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsstoffen, 1x Verkehrsunfall mit tötlich verletzter Person, 1x Tragehilfe, 2x Türnotöffnung, 5x Eingang Brandmeldeanlage, 1 Tierrettung, 6x Sturmschaden. Dabei sind die Alarmierungen der Drehleiter nach Neudorf, Sehma und Annaberg schon mit eingerechnet.
Der größte Einsatz war dabei der Brand der Möbelfabrik in Elterlein. Ca. 530 Kameraden waren mit 125 Fahrzeugen am wohl größten Einsatz der Nachkriegszeit im Altlandkreis Annaberg beteiligt. Die Auflistung zeigt aber auch, das sich das Einsatzspektrum der Feuerwehr immer mehr wandelt. Brände bilden mittlerweile die Ausnahme. Vom Stand der Technik und der Ausbildung stehen wir sehr gut da. Insgesamt kamen bei den Einsätzen 1225 Stunden zusammen, ohne Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Im letzten Jahr wurden auf der Landesfeuerwehrschule Nardt 4 Kameraden zu Drehleitermaschinisten ausgebildet und 1 Kamerad nahm an der Fortbildung zum Zugführer teil. Weitere 19 Lehrgänge wurden von Kameraden auf Kreisebene besucht.
In Sachen örtlicher Ausbildung hielten wir 30 Dienste á 2 Stunden mit einer Beteiligung von durchschnittlich 27 Kameraden ab. Hinzu kam am 17.02. eine Heißausbildung für alle Atemschutzgeräteträger im Brandübungskontainer. Außerdem wurde an 4 Samstagen ein Ausbildungstag durchgeführt, um theoretisches und praktisches Wissen zu vertiefen. Seit November findet wöchentlich Dienst statt, damit neben der normalen Ausbildung auch genügend Zeit für eine intensive Drehleiterausbildung zur Verfügung steht. So wurden von den Kameraden insgesamt 1800 Stunden an Diensten geleistet.

Am 21.04.2017 fand die Großübung mit ca. 120 Einsatzkräften von umliegenden Feuerwehren und verschiedener Rettungsorganisationen am Flüchtlingsheim in Walthersdorf statt. Außerdem wurde mit der Feuerwehr Walthersdorf am 15.09.2017 die gemeinsame Nachtübung durchgeführt.

Aber das letzte Jahr bestand nicht nur aus Einsätzen und Ausbildung. Im kulturellen Bereich hat sich mittlerweile das Knutfeuer erfolgreich etabliert, welches gemeinsam mit dem Jagdverein An der Braunelle durchgeführt wird.
Der Maibaum wurde wieder zum Tag der offenen Tür am 1.Mai aufgestellt. Die Schallis sorgten für Stimmung, genauso wie die Vorführungen und der Wettbewerb Zieh den Leo.
So besuchten uns Kindergartengruppen und auch die Schüler der neuen Oberschule. Durch eine Klärung von Bürgermeister Martin konnte wieder die Absicherung von Lampionumzügen übernommen werden. So geschehen zur Kirmes für den Schützenverein und den Kindergarten.
Die größten Höhepunkte des letzten Jahres waren die Ankunft und dann die offizielle Weihe der neuen Drehleiter. Darüber wurde schon ausführlich berichtet. Nach 4 Monaten können wir sagen, die Technik wird beherrscht und die Handgriffe sitzen. Es macht Spaß und wir werden gebraucht. Davon zeugen die zahlreichen überörtlichen Einsatzfahrten.

Im Jahr 2017 betreuten Jugendwart Frank Wendrock und sein Stellvertreter Roger Schöning in unserer Jugendfeuerwehr 14 Jugendliche im Alter zwischen 6 bis 15 Jahren. Zwei Mitglieder konnten in den aktiven Dienst übernommen werden und auch 2 Neuaufnahmen waren zu verzeichnen. Es wurden 32 Dienste durchgeführt. Diese teilten sich in theoretische und praktische Ausbildung z.B. Löschangriffe, technische Hilfeleistungen, Funkausbildung, Erste Hilfe. Auch Spiel & Spaß kam nicht zu kurz. Schwimmen gehen, Zeltlager, Winterwanderung und selber Räucherkerzen machen – um nur einiges zu nennen. Der Tag der Berufsfeuerwehr ist jedes Jahr ein Highlight. Nach Frühsport, Frühstück und zwischen theoretischer Ausbildung mussten zwischendurch immer wieder kleinere Einsätze abgearbeitet werden. Zum Abschluss waren dann die Eltern zu einem Grillabend eingeladen.
Beim Tag der offenen Tür am 1.Mai zeigten die Kinder bei einer Schauvorführung – Verkehrsunfall mit einem Moped – dem Publikum ihr Können. Der Höhepunkt des letzten Jahres war aber die Ankunft der neuen Drehleiter. Den Abschluss bildete die Weihnachtsfeier, welche mit Winterwanderung begann und nach dem Besuch vom Rupperich mit Spiel und Spaß endete.

An dieser Stelle möchten wir Danke sagen unserem Bürgermeister Sebastian Martin, dem Gemeindewehrleiter Norman Koch, dem Gemeinderat, der Gemeindeverwaltung, Frau Fiedler, Frau Peschke und Frau Richter, sowie allen Bürgern, die uns 2017 tatkräftig unterstützt haben. Herzlichen Dank auch an alle Sponsoren für Ihre große Spendenbereitschaft, ohne die manches nicht möglich gewesen wäre. Alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Wir hoffen auch zukünftig auf ihre Unterstützung.
Am Schluss seiner Ausführungen dankte unserer Wehrleiter Uwe Markert den Angehörigen der Feuerwehr für die geleistete Arbeit und wünschte unter dem Motto „Alle für Einen, Einer für Alle – Gott zur Ehr, den nächsten zur Wehr“ allen Kameraden für 2018 stets eine gesunde Rückkehr zum Gerätehaus, egal ob von Einsatz oder Übung.